Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der App „Memoryfy“
Stand: März 2026
§ 1 – Geltungsbereich und Vertragspartner
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für die Nutzung der mobilen Applikation „Memoryfy“ (nachfolgend „App“), die für die Betriebssysteme iOS und Android bereitgestellt wird.
(2) Anbieter und Vertragspartner ist:
Tim Wilhelm, Sören Dierkes, Constantin Krause und Philipp Tresbach
(nachfolgend „Betreiber“)
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Gründungs- und Innovationszentrum
Ammerländer Heerstraße 114–118
26129 Oldenburg
E-Mail: memoryfyapp@gmail.com
(3) Die AGB gelten gegenüber Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB (B2C) sowie gegenüber
Unternehmern im
Sinne des § 14 BGB (B2B). Soweit einzelne Bestimmungen ausdrücklich nur für Verbraucher oder nur
für
Unternehmer gelten, ist dies kenntlich gemacht.
(4) Mit der Registrierung oder Nutzung der App erklärt der Nutzer sein Einverständnis mit diesen
AGB.
Entgegenstehende oder abweichende Geschäftsbedingungen des Nutzers werden nicht
Vertragsbestandteil,
es sei denn, der Betreiber stimmt deren Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(5) Die jeweils aktuelle Fassung der AGB ist innerhalb der App unter dem Menüpunkt
„Einstellungen“
sowie auf memoryfy.app/agb/
abrufbar.
§ 2 – Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
(1) Die App „Memoryfy“ ist eine Social-Memory- und Video-Management-Applikation, die es registrierten Nutzern ermöglicht, gemeinsame Erlebnisse in Form von Videoprojekten (Events) und Videoaufgaben (Quests) zu dokumentieren, aufzuzeichnen und mit anderen Nutzern zu teilen.
(2) Die App stellt insbesondere folgende Funktionen bereit:
a) Event-Management: Erstellen, Verwalten und Teilen sozialer Events mit
Teilnehmerverwaltung;
b) Quest-System: Challenge-basierte Aktivitäten innerhalb von Events, bei denen Nutzer
Videoaufnahmen
erstellen;
c) Video-Funktionen: Aufnahme, Upload, Speicherung und Wiedergabe von Videos zur Erfüllung
von Quests;
d) Soziale Funktionen: Freundschaftssystem mit Anfragen, Einladungen zu Events und
gemeinsamer Teilnahme
an Quests;
e) Profilmanagement: Verwaltung eines Nutzerprofils mit Anzeigename und Avatar;
f) Template-System: Nutzung wiederverwendbarer Event- und Quest-Vorlagen;
g) Offline-Funktionalität: Nutzung der App auch ohne aktive Internetverbindung mit
automatischer
Synchronisierung bei Netzwerkverfügbarkeit;
h) Content-Reporting: Meldefunktion für unangemessene Inhalte;
i) Feedback-System: In-App-Feedback-Möglichkeit.
(3) Die App wird derzeit kostenlos und ohne Werbung bereitgestellt. Ein Anspruch auf eine
dauerhaft
kostenlose Bereitstellung besteht nicht. Änderungen des Leistungsumfangs bleiben dem Betreiber
vorbehalten,
wobei § 15 dieser AGB Anwendung findet.
(4) Der Betreiber stellt die App in der jeweils aktuellsten verfügbaren Version bereit. Ein
Anspruch auf eine
dauerhafte Verfügbarkeit der Server oder eine bestimmte Übertragungsgeschwindigkeit besteht
nicht. Der Betreiber
ist bemüht, die App unter Berücksichtigung des Stands der Technik und der wirtschaftlichen
Zumutbarkeit möglichst
unterbrechungsfrei bereitzustellen, übernimmt jedoch keine Garantie für eine 100%ige
Verfügbarkeit.
Wartungszeiten, systembedingte Ausfälle oder Störungen durch Dritte (z. B. Provider) können
nicht vollständig
ausgeschlossen werden. Die gesetzlichen Pflichten zur Bereitstellung von Sicherheits- und
Funktionsupdates gemäß
§ 327f BGB bleiben hiervon unberührt.
§ 3 – Registrierung und Nutzerkonto
(1) Die Nutzung der App setzt eine vorherige Registrierung und die Erstellung eines Nutzerkontos
voraus.
Die Registrierung ist über folgende Methoden möglich:
a) E-Mail-Adresse und Passwort;
b) Google-OAuth-Authentifizierung (Single Sign-On über Google); oder
c) Apple-Anmeldung (Sign In with Apple).
(2) Mit der Registrierung gibt der Nutzer ein Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrages ab. Der Betreiber nimmt das Angebot durch Freischaltung des Nutzerkontos an.
(3) Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese bei Änderungen unverzüglich zu aktualisieren.
(4) Die Zugangsdaten (insbesondere das Passwort) sind vom Nutzer geheim zu halten und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Nutzer haftet für sämtliche Aktivitäten, die unter Verwendung seines Nutzerkontos vorgenommen werden, sofern er den Missbrauch nicht zu vertreten hat.
(5) Bei Verdacht auf einen unbefugten Zugriff auf sein Nutzerkonto hat der Nutzer den Betreiber unverzüglich unter memoryfyapp@gmail.com zu informieren.
(6) Jeder Nutzer darf nur ein Nutzerkonto anlegen. Die Weitergabe des Nutzerkontos an Dritte ist unzulässig.
(7) Der Nutzer kann sein Nutzerkonto jederzeit über die App-Einstellungen löschen. Die Löschung führt zur unwiderruflichen Entfernung aller mit dem Konto verbundenen Daten, einschließlich hochgeladener Inhalte, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
§ 4 – Nutzungsrechte und Lizenzen
(1) Der Betreiber räumt dem Nutzer ein einfaches (nicht ausschließliches), nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares Recht ein, die App im Rahmen dieser AGB auf eigenen mobilen Endgeräten zu nutzen. Dieses Recht ist auf die Vertragslaufzeit beschränkt.
(2) Die App, einschließlich ihres Quellcodes, Designs, ihrer Inhalte, Grafiken, Logos, Marken und sonstigen Schutzrechte, ist geistiges Eigentum des Betreibers oder seiner Lizenzgeber. Alle Rechte, die nicht ausdrücklich durch diese AGB eingeräumt werden, bleiben vorbehalten.
(3) Dem Nutzer ist es untersagt:
a) die App zu dekompilieren, zu disassemblieren oder auf andere Weise den Quellcode zu
ermitteln, soweit dies
nicht durch zwingendes Recht (insbesondere §§ 69d, 69e UrhG) gestattet ist;
b) die App zu modifizieren, abgeleitete Werke zu erstellen oder die App in anderer Weise zu
verändern;
c) die App oder Teile davon zu vervielfältigen, zu verbreiten, öffentlich zugänglich zu
machen oder Dritten zur Verfügung zu stellen;
d) Schutzrechtsvermerke, Urheberrechtshinweise oder sonstige Eigentumshinweise zu entfernen
oder zu verändern;
e) automatisierte Zugriffe auf die App durchzuführen (Bots, Scraper, Crawler o. Ä.).
(4) Event- und Quest-Vorlagen (Templates), die vom Betreiber bereitgestellt werden, dürfen
ausschließlich innerhalb der App bestimmungsgemäß verwendet werden.
§ 5 – Pflichten des Nutzers / Verhaltensregeln
(1) Der Nutzer verpflichtet sich, die App ausschließlich im Einklang mit diesen AGB und geltendem Recht zu nutzen.
(2) Der Nutzer verpflichtet sich insbesondere, es zu unterlassen:
a) Inhalte hochzuladen, zu teilen oder zu verbreiten, die rechtswidrig, beleidigend,
verleumderisch, bedrohend,
pornografisch, gewaltverherrlichend, rassistisch, diskriminierend oder in sonstiger Weise
anstößig sind;
b) Rechte Dritter zu verletzen, insbesondere Urheber-, Marken-, Patent-, Persönlichkeits-
oder Datenschutzrechte;
c) Inhalte hochzuladen, die Minderjährige gefährden oder in ihrer Würde verletzen;
d) andere Nutzer zu belästigen, zu bedrohen, zu stalken oder in sonstiger Weise in ihren
Rechten zu beeinträchtigen;
e) Spam, Kettenbriefe, Phishing-Versuche oder sonstige unerwünschte Massenkommunikation zu
versenden;
f) Schadsoftware (Viren, Trojaner, Malware etc.) einzuschleusen oder die technische
Infrastruktur der App zu beeinträchtigen;
g) die App für gewerbliche oder werbliche Zwecke zu nutzen, sofern dies nicht vom Betreiber
ausdrücklich gestattet wurde;
h) falsche Identitäten vorzutäuschen oder sich als eine andere Person auszugeben;
i) die Sicherheitsmechanismen der App zu umgehen, zu stören oder zu manipulieren.
(3) Bei Verstößen gegen diese Verhaltensregeln ist der Betreiber berechtigt, den betreffenden Nutzer zu verwarnen, dessen Inhalte zu entfernen, das Nutzerkonto vorübergehend zu sperren oder dauerhaft zu löschen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.
(4) Der Nutzer ist verpflichtet, Inhalte anderer Nutzer, die gegen die Verhaltensregeln verstoßen, über die in der App bereitgestellte Meldefunktion (Content Reporting) zu melden.
§ 6 – Nutzergenerierte Inhalte
(1) Nutzer können im Rahmen der App eigene Inhalte erstellen und hochladen, insbesondere:
a) Videos zur Erfüllung von Quests;
b) Profilbilder (Avatare);
c) Event-Titel und -Beschreibungen;
d) Textfeedback und Inhaltsmeldungen.
(2) Einräumung von Nutzungsrechten:
Der Nutzer behält sämtliche Urheberrechte und sonstigen Schutzrechte an seinen
nutzergenerierten Inhalten.
Mit dem Hochladen räumt der Nutzer dem Betreiber jedoch ein einfaches, nicht
ausschließliches, zeitlich und räumlich unbeschränktes, unentgeltliches Recht ein, die Inhalte
im Rahmen des Betriebs und der Bereitstellung der App zu nutzen, zu speichern, zu
vervielfältigen und an andere berechtigte Nutzer der App (insbesondere Event-Teilnehmer und
Freunde) zu übermitteln. Dieses Nutzungsrecht erlischt, wenn das gemeinschaftliche Event
gelöscht wird.
Zweckbindung bei Kontolöschung:
Da die Erstellung von Gemeinschaftsvideos den Kern der App darstellt, erkennt der Nutzer die
Zweckbindung seiner Beiträge an.
Dieses Nutzungsrecht überdauert die Löschung des Nutzerkontos, sofern die Clips bereits Teil
eines aktiven gemeinschaftlichen Events oder Videos sind. Damit wird sichergestellt, dass das
Gemeinschaftsprojekt für die verbleibenden Teilnehmer erhalten bleibt.
Der Nutzer kann jedoch auch nach Kontolöschung die Entfernung einzelner Clips verlangen, sofern
er hierfür einen berechtigten Grund geltend macht. Ein solcher Grund liegt insbesondere vor,
wenn durch die fortgesetzte Nutzung des Clips das Recht am eigenen Bild des Nutzers oder
sonstige schwerwiegende Persönlichkeitsrechte beeinträchtigt werden. In diesen Fällen wird der
Betreiber den entsprechenden Clip unverzüglich aus dem Event entfernen.
(3) Anonymisierung nach Kontolöschung:
Im Falle der Löschung des Nutzerkontos wird der Betreiber den Personenbezug zu den
verbleibenden Clips entfernen (Anonymisierung). Der Clip bleibt als technischer Bestandteil des
Events erhalten, wird jedoch nicht mehr namentlich mit dem gelöschten Profil verknüpft.
(4) Der Nutzer gewährleistet, dass er über sämtliche erforderlichen Rechte an den von ihm hochgeladenen Inhalten verfügt und diese keine Rechte Dritter verletzen. Insbesondere versichert der Nutzer, dass er die Einwilligung aller in Videos abgebildeten Personen eingeholt hat, sofern dies rechtlich erforderlich ist.
(5) Der Betreiber ist nicht verpflichtet, nutzergenerierte Inhalte vor der Veröffentlichung zu prüfen. Der Betreiber behält sich jedoch das Recht vor, Inhalte, die gegen diese AGB oder geltendes Recht verstoßen, jederzeit ohne Vorankündigung zu entfernen oder den Zugang dazu zu sperren.
(6) Der Betreiber übernimmt keine Verantwortung und keine Haftung für nutzergenerierte Inhalte. Die Verantwortung für die Rechtmäßigkeit der Inhalte liegt ausschließlich beim jeweiligen Nutzer.
(7) Videos werden in der Cloud-Infrastruktur des Betreibers (Supabase Storage) gespeichert. Der Nutzer erklärt sich mit dieser Speicherung einverstanden.
§ 7 – Verfügbarkeit und Wartung
(1) Der Betreiber ist bemüht, die App und die zugehörigen Dienste möglichst unterbrechungsfrei bereitzustellen. Ein Anspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit besteht nicht.
(2) Die App ist für den Offline-Betrieb konzipiert. Wesentliche Funktionen stehen auch ohne aktive Internetverbindung zur Verfügung. Die Synchronisierung von Daten mit dem Server erfolgt automatisch bei Netzwerkverfügbarkeit. Der Betreiber übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit oder Aktualität lokal gespeicherter Daten bei fehlender oder instabiler Internetverbindung.
(3) Der Betreiber ist berechtigt, die App jederzeit vorübergehend ganz oder teilweise
einzuschränken, wenn dies aus wichtigem Grund erforderlich ist, insbesondere:
a) zur Durchführung von Wartungs-, Pflege- oder Aktualisierungsarbeiten;
b) zur Behebung von Sicherheitslücken oder Störungen;
c) aufgrund von Störungen bei Drittanbietern (Supabase, PostHog, OneSignal, Google,
PowerSync);
d) aufgrund von höherer Gewalt, Naturkatastrophen, Pandemien, Streik, behördlichen
Anordnungen oder sonstigen Umständen, die außerhalb des Einflussbereichs des Betreibers liegen.
(4) Geplante Wartungsarbeiten wird der Betreiber, soweit möglich, rechtzeitig ankündigen.
(5) Die Konfliktlösung bei der Offline-Synchronisierung erfolgt nach dem
Last-Write-Wins-Prinzip. Der Betreiber haftet nicht für Datenverluste, die durch
Synchronisierungskonflikte bei gleichzeitiger Offline-Bearbeitung durch mehrere Nutzer
entstehen.
§ 8 – Haftung
(1) Unbeschränkte Haftung
Der Betreiber haftet unbeschränkt:
a) bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit;
b) im Falle der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit;
c) nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes;
d) im Umfang einer vom Betreiber übernommenen Garantie.
(2) Beschränkte Haftung bei Kardinalpflichten
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße
Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer
regelmäßig vertrauen darf (wesentliche Vertragspflicht/Kardinalpflicht), ist die Haftung des
Betreibers auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Haftungsausschluss
Im Übrigen ist die Haftung des Betreibers für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(4) Besondere Haftungsklarstellungen
Die Haftungsbeschränkung gilt insbesondere auch für:
a) Datenverlust: Die Haftung für den Verlust von Daten ist auf den Wiederherstellungsaufwand
beschränkt, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Datensicherung durch den Nutzer
(mindestens täglich) angefallen wäre.
b) Drittanbieter & Netzwerke: Schäden, die durch Störungen an Übertragungswegen,
Serverausfälle oder Fehlfunktionen bei Drittanbietern (z. B. Cloud-Infrastruktur, Push-Dienste)
entstehen, sofern diese außerhalb des angemessenen Einflussbereichs des Betreibers liegen.
c) Offline-Modus: Da die Offline-Funktionalität lediglich ein ergänzendes Komfort-Feature
und kein wesentlicher Bestandteil der vertraglichen Hauptleistung ist, übernimmt der Betreiber
keine Gewähr für die korrekte Synchronisation, die Datenintegrität bei Offline-Nutzung oder
Schäden durch Synchronisationskonflikte. Die Nutzung erfolgt auf eigenes Risiko des Nutzers.
d) Nutzerinhalte: Die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität von Inhalten, die von
anderen Nutzern bereitgestellt werden.
(5) Erfüllungsgehilfen
Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter,
Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Betreibers.
(6) B2B-Ergänzung
Gegenüber Unternehmern ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit auch bei der Verletzung
von Kardinalpflichten auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt; ein weitergehender
Ausschluss erfolgt nur, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
§ 9 – Gewährleistung und Mängelansprüche
(1) Die App wird dem Nutzer unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Es gelten daher die gesetzlichen Regelungen zur Gewährleistung für unentgeltliche Verträge gemäß §§ 599, 600 BGB analog.
(2) Der Betreiber haftet für Sachmängel der App nur, wenn er einen Mangel arglistig verschwiegen hat. Im Übrigen stellt der Betreiber die App „so wie sie ist“ (as is) zur Verfügung.
(3) Der Betreiber übernimmt insbesondere keine Gewähr dafür, dass:
a) die App fehlerfrei, vollständig oder unterbrechungsfrei funktioniert;
b) die App mit allen Endgeräten, Betriebssystemversionen oder Netzwerkkonfigurationen
kompatibel ist;
c) bestimmte Ergebnisse oder Funktionalitäten dauerhaft verfügbar sind;
d) Fehler in der App zeitnah behoben werden.
(4) Der Betreiber ist bestrebt, die App regelmäßig zu aktualisieren und zu verbessern. Ein Anspruch auf bestimmte Updates oder Fehlerbehebungen besteht nicht.
(5) Soweit gesetzlich Aktualisierungspflichten bestehen (§ 327f BGB), wird der Betreiber diesen im Rahmen des Zumutbaren nachkommen. Der Nutzer hat den Betreiber über erkannte Mängel unverzüglich zu informieren.
§ 10 – Freistellungsklausel
(1) Der Nutzer stellt den Betreiber, seine gesetzlichen Vertreter, Erfüllungsgehilfen und Mitarbeiter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer rechtswidrigen Nutzung der App durch den Nutzer oder aufgrund von durch den Nutzer verursachten Rechtsverletzungen erhoben werden, einschließlich der durch den Nutzer hochgeladenen Inhalte.
(2) Die Freistellung umfasst auch die Erstattung der dem Betreiber entstehenden Kosten der Rechtsverteidigung, einschließlich sämtlicher Gerichts- und Anwaltskosten in gesetzlicher Höhe.
(3) Der Nutzer ist verpflichtet, den Betreiber im Falle einer Inanspruchnahme durch Dritte unverzüglich, wahrheitsgemäß und vollständig über den Sachverhalt zu informieren und alle für die Verteidigung erforderlichen Informationen zur Verfügung zu stellen.
(4) Die Freistellungspflicht gilt nicht, soweit der Nutzer die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat.
(5) Weitergehende Schadensersatzansprüche des Betreibers bleiben unberührt.
§ 11 – Datenschutz und Datenverarbeitung
(1) Der Schutz personenbezogener Daten ist dem Betreiber ein wichtiges Anliegen. Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten erfolgt ausschließlich im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), dem Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG) sowie sonstigen anwendbaren datenschutzrechtlichen Vorschriften.
(2) Einzelheiten zur Datenerhebung und -verarbeitung, insbesondere zu Art, Umfang und Zweck der Verarbeitung personenbezogener Daten, zu den Rechtsgrundlagen, zu den Rechten der betroffenen Personen sowie zu den eingesetzten Drittanbietern, sind der gesonderten Datenschutzerklärung zu entnehmen, die unter https://memoryfy.app/datenschutz-app/ sowie in der App unter „Einstellungen“ abrufbar ist.
(3) Im Rahmen der App werden insbesondere folgende Kategorien personenbezogener Daten
verarbeitet:
a) Registrierungsdaten: E-Mail-Adresse, Passwort (als Hash); bei Anmeldung über Apple oder
Google zusätzlich
die vom jeweiligen Anbieter übermittelten Daten (E-Mail-Adresse, ggf. Name);
b) Profildaten: Anzeigename, Avatar-Bild (jeweils optional);
c) Nutzungsdaten: Erstellte Events, Quests, Videos, Freundschaftsverbindungen,
Event-Teilnahmen;
d) Technische Daten: Geräte-Push-Notification-Kennung (OneSignal Player-ID), App-Version;
e) Analysedaten (nur bei ausdrücklicher Einwilligung): Bildschirmaufrufe,
Nutzungsereignisse, Fehlerberichte – verarbeitet über PostHog auf EU-Servern
(eu.i.posthog.com).
(4) Der Betreiber setzt folgende Drittanbieter als Auftragsverarbeiter ein:
a) Supabase Inc. – Backend-Infrastruktur (Authentifizierung, Datenbank, Dateispeicherung);
b) PostHog Inc. – Analytics (EU-Server, nur bei Nutzereinwilligung);
c) OneSignal Inc. – Push-Benachrichtigungen;
d) PowerSync – Offline-Synchronisierung;
e) Google LLC – OAuth-Authentifizierung (bei Google-Anmeldung);
f) Apple Inc. – Authentifizierung via Sign In with Apple (bei Apple-Anmeldung).
(5) Die Nutzung von Analytics (PostHog) ist standardmäßig deaktiviert und erfordert die ausdrückliche Einwilligung des Nutzers (Opt-in). Die Einwilligung kann jederzeit in den App-Einstellungen widerrufen werden.
(6) Authentifizierungsdaten (JWT-Token) werden ausschließlich in verschlüsselter Form auf dem Gerät des Nutzers gespeichert (iOS: Keychain, Android: EncryptedSharedPreferences).
(7) Nutzerprofile werden aus Sicherheitsgründen nicht über das Offline-Synchronisierungssystem verteilt, sondern über einen separaten, abgesicherten Kanal abgerufen.
§ 12 – Zahlungsbedingungen / In-App-Käufe / Abonnements
(1) Die App wird derzeit unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Es fallen weder Nutzungsgebühren noch Abonnementkosten oder Kosten für In-App-Käufe an.
(2) Sollte der Betreiber künftig kostenpflichtige Funktionen, Abonnements oder In-App-Käufe einführen, werden die Nutzer hierüber rechtzeitig informiert. Die Nutzung kostenpflichtiger Funktionen setzt die gesonderte Zustimmung des Nutzers voraus. Diese AGB werden in diesem Fall entsprechend ergänzt.
§ 13 – Widerrufsrecht (bei Verbraucherverträgen)
(1) Verbrauchern steht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Da die App derzeit
unentgeltlich bereitgestellt wird, entfällt ein Widerrufsrecht mangels entgeltlichem Vertrag.
(2) Sofern der Betreiber künftig kostenpflichtige Leistungen anbietet, wird eine gesonderte
Widerrufsbelehrung einschließlich Widerrufsformular bereitgestellt.
(3) Unabhängig von einem Widerrufsrecht kann der Nutzer sein Nutzerkonto jederzeit gemäß § 14
dieser AGB kündigen und löschen.
§ 14 – Laufzeit und Kündigung
(1) Der Nutzungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und beginnt mit der erfolgreichen Registrierung des Nutzers.
(2) Der Nutzer kann den Nutzungsvertrag jederzeit ohne Angabe von Gründen kündigen, indem er sein Nutzerkonto über die Funktion „Konto löschen“ in den App-Einstellungen löscht. Die Kündigung wird mit der Löschung des Nutzerkontos wirksam.
(3) Der Betreiber kann den Nutzungsvertrag mit einer Frist von vier (4) Wochen zum Monatsende ordentlich kündigen. Die Kündigung erfolgt per E-Mail an die vom Nutzer hinterlegte E-Mail-Adresse.
(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien
unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Betreiber insbesondere vor, wenn:
a) der Nutzer gegen wesentliche Bestimmungen dieser AGB, insbesondere § 5, verstößt;
b) der Nutzer die App zur Begehung von Straftaten nutzt oder dies versucht;
c) der Nutzer wiederholt oder schwerwiegend gegen die Verhaltensregeln nach § 5 verstößt;
d) der Nutzer trotz Abmahnung ein vertragswidriges Verhalten nicht einstellt;
e) der Betreiber den Betrieb der App dauerhaft einstellt.
(5) Die Löschung des Nutzerkontos führt zur Entfernung aller personenbezogenen Profildaten.
Inhalte (insbesondere Video-Clips), die der Nutzer in gemeinschaftliche Events hochgeladen hat,
sind hiervon ausgenommen, solange das jeweilige Event besteht.
Diese Inhalte verbleiben in anonymisierter Form innerhalb des Events, um den anderen Teilnehmern
die weitere Nutzung des gemeinsamen Videoprojekts zu ermöglichen. Mit der Löschung des gesamten
Events werden auch die darin enthaltenen Clips endgültig gelöscht.
Der Nutzer kann jedoch auch nach Kontolöschung die Entfernung einzelner Clips verlangen, sofern
er hierfür einen berechtigten Grund geltend macht. Ein solcher Grund liegt insbesondere vor,
wenn durch die fortgesetzte Nutzung des Clips das Recht am eigenen Bild des Nutzers oder
sonstige schwerwiegende Persönlichkeitsrechte beeinträchtigt werden. In diesen Fällen wird der
Betreiber den entsprechenden Clip unverzüglich aus dem Event entfernen.
(6) Der Betreiber ist berechtigt, den Betrieb der App jederzeit dauerhaft einzustellen. In diesem Fall wird der Nutzer rechtzeitig informiert. Der Nutzer hat in diesem Fall keinen Anspruch auf Schadensersatz oder Entschädigung.
§ 15 – Änderungen der AGB
(1) Der Betreiber behält sich das Recht vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern,
soweit dies erforderlich ist und den Nutzer nicht unangemessen benachteiligt. Eine Änderung kann
insbesondere erforderlich sein:
a) zur Anpassung an geänderte gesetzliche oder regulatorische Anforderungen;
b) zur Anpassung an Änderungen des Leistungsumfangs der App;
c) zur Schließung von Regelungslücken;
d) zur Berücksichtigung höchstrichterlicher Rechtsprechung.
(2) Der Betreiber wird den Nutzer über Änderungen der AGB mindestens vier (4) Wochen vor dem geplanten Inkrafttreten in Textform (E-Mail oder In-App-Benachrichtigung) informieren. Die geänderten AGB werden dem Nutzer in der Mitteilung vollständig zur Verfügung gestellt.
(3) Der Nutzer hat das Recht, den Änderungen innerhalb der Frist nach Abs. 2 zu widersprechen. Widerspricht der Nutzer nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten AGB als angenommen. Der Betreiber wird den Nutzer in der Änderungsmitteilung gesondert auf die Widerspruchsfrist und die Rechtsfolgen des Schweigens hinweisen.
(4) Widerspricht der Nutzer den Änderungen, ist der Betreiber berechtigt, den Nutzungsvertrag mit einer Frist von vier (4) Wochen zum Monatsende zu kündigen.
§ 16 – Schlussbestimmungen
(1) Salvatorische Klausel: Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hierdurch nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt diejenige wirksame und durchführbare Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für etwaige Lücken dieser AGB.
(2) Rechtswahl: Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gegenüber Verbrauchern mit gewöhnlichem Aufenthalt in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dem Verbraucher hierdurch nicht der Schutz entzogen wird, der ihm durch die zwingenden Bestimmungen des Rechts seines gewöhnlichen Aufenthaltsorts gewährt wird (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO).
(3) Gerichtsstand: Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat der Nutzer keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland, so ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB Oldenburg. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstandsregelungen.
(4) Schriftform: Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform (§ 126b BGB). Dies gilt auch für den Verzicht auf dieses Schriftformerfordernis.
(5) Übertragung: Der Betreiber ist berechtigt, die Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ganz oder teilweise auf einen Dritten zu übertragen. Der Nutzer wird hierüber rechtzeitig informiert.
(6) Vertragssprache: Die Vertragssprache ist Deutsch. Im Falle von Abweichungen zwischen verschiedenen Sprachfassungen ist die deutsche Fassung maßgeblich.
Oldenburg, März 2026
Tim Wilhelm, Sören Dierkes, Constantin Krause und Philipp Tresbach